Artenvielfalt rettet unser Überleben! Klimakrise stoppen! Gemeinsam verändern-Wandel und Zukunft ökologisch und sozialverträglich gestalten!

Der BUND ist ein MITMACH-Verband, hier kann man den Wandel, den man sich wünscht und der für das gesunderhaltende Fortbestehen der Erde erforderlich ist, selbst gestalten.

Wer mitmachen möchte, Ideen hat, wem unsere Ziele genauso wichtig sind wie uns ist herzlich willkommen. Es braucht mutige und vorangehende Menschen, die sich für eine intakte Erde als gesunde Lebensgrundlage einsetzen. Wir freuen uns über jede und jeden, die und der diese Ziele mit uns gemeinsam verfolgt.

Sei dabei, komm und mach mit!

Unser Programm 2024: Kindergruppen, Workshops, Exkursion und ganz viel Artenschutz!

Für eine größere Ansicht bitte auf das Programm klicken!

Und dann: anmelden per Email an: bund.soest-welver@bund.net , vorbeikommen und dabeisein!

Wir freuen uns auf euch!

 

 

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Es gibt nur noch wenige freie Plätze: jetzt anmelden!

 

 

27. Januar 2024

Ausstellung "Wildkatzen im Arnsberger Wald" eröffnet !

Bis Ende März sind Schulklassen der Stufen 1 bis 7 herzlich eingeladen diese interaktive Ausstellung  zu besuchen: es gibt viel Spannendes zu entdecken...! Zur Anmeldung und Terminabstimmung schreiben LehrerInnen eine kurze Mail an: bund.soest@bund.net

Unser als "gefährdet" eingestuftes heimisches Wildtier, die Wildkatze, gibt sich die Ehre. Sie beginnt seit kurzem wieder heimisch zu werden in unserem Arnsberger Wald, nachdem sie 100 Jahre lang dort als ausgerottet galt. Das möchten wir zum Anlass nehmen unser Augenmerk darauf zu legen sie vorzustellen, ihre Lebensweise zu zeigen, deutlich zu machen wo die Unterschiede zur Hauskatze liegen und schließlich ihr Lebensumfeld im Arnsberger Wald zu verbessern.

Weitere Infos zum Thema "Wildkatze":

vom Wildkatzenprojekt des BUND Landesverbandes NRW https://www.bund-nrw.de/themen/wildkatze

und von der BUND Wildkatzenbeauftragten im HSK: www.bund-hochsauerlandkreis.de/themen-und-projekte/wildkatzen/

 

 

27. Januar 2024

Wildkatzen im Arnsberger Wald: die interaktive Ausstellung ist eröffnet!

Wow! Eine großartige Resonanz!

Das BUNDzentrum Naturoase Soest bedankt sich für das hohe Besucheraufkommen anlässlich der Eröffnung unserer "Wildkatzen im Arnsberger Wald"-Ausstellung und die vielen Glückwünsche zum neuen BUND-Raum im Kulturhaus @Alter Schlachthof Soest.

Vielen herzlichen Dank an die Wildkatzenbeauftragte des BUND NRW Dr. Christine Thiel-Bender, den BUND LV NRW, den BUND LV Niedersachsen für Material, Rat und aktuelle Infos, Stefan Eschweiler und Birgit Jakubzik @Wildkatzenbotschafter BUND NRW für ihr beeindruckendes Fachwissen!

Wir sind ermutigt uns weiterhin einzusetzen für strukturreiche, unbewirtschaftete Lebensräume im Arnsberger Wald, damit die gefährdete Wildkatze ihren originären Lebensraum zurück erhält.

Die Ausstellung ist jeden Freitag von 16-18 Uhr geöffnet bis Ende März.

Schulklassen vereinbaren ihren Besuchstermin per Mail an bund.soest@bund.net

Veranstaltungen der Initiative Nationalpark Arnsberger Wald

21. Januar 2024

Auch diese KinoBesucherInnen unterstützen einen unbewirtschafteten Staatsforst im Arnsberger Wald

Nach dem Film votierten alle BesucherInnen für einen naturbelassenen, unbewirtschafteten Staatsforst im Arnsberger Wald Foto: BUND Soest

Erneut informierten sich 90 BürgerInnen im vollbesetzten Saal des Schlachthofkinos in Soest über das Thema Nationalpark. Auch die zweite Filmvorführung über die Entwicklung und Bedeutung des Nationalparkes Bayerischer Wald war von so hohem Interesse, dass wieder nicht allen BesucherInnen ein Platz in der Veranstaltung angeboten werden konnte. Und auch diese BürgerInnen votierten nach dem anschließenden Informationsgespräch für die Entwicklung des Staatsforstes im Arnsberger Waldes zu einer Naturwaldzelle ohne menschliche Eingriffe. Denn genau dies würde eine Ernennung zum Nationalpark bedeuten: durch die dann entfallende Bewirtschaftung erhält der Wald die Möglichkeit über lange Zeiträume ein derart komplexes Ökosystem zu entwickeln, das ua. Klimafolgen gegenüber resistenter wäre als bewirtschaftete Wälder.  

Und auch ursprünglich heimischen Arten, wie z. B. der Wildkatze oder dem Luchs, wird mit einem unbewirtschafteten Naturwald ihr Lebensraum zurückgegeben. Die vor 100 Jahren ausgestorbene Wildkatze besiedelt heute sehr dünn mit wenigen Individuen wieder den Arnsberger Wald und gilt nach wie vor als "gefährdet". Internationale Artenschutzabkommen sowie die nationale Biodiversitätsstrategie verlangen nach 5% unbewirtschafteter Landesfläche. Heute sind weniger als 1% der Landesfläche ohne wirtschaftliche Nutzung oder menschliche Eingriffe.

 

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10. Dezember 2023

Nationalpark Arnsberger Wald: Nationalpark Kino Matinée

Foto: Mindjazz-Pictures

Auf Einladung des BUND Soest, BUND HSK und des Sauerländischen Gebirgsvereines informierte im vollbesetzen Kinosaal die Dokumentation "Der Wilde Wald" die positive Entwicklung des Nationalparkes Bayerischer Wald. Da vielen interessierte BürgerInnen leider kein zusätzlicher Platz in der Veranstaltung angeboten werden konnte wird überlegt sie zu wiederholen.

In der Bürgerschaft ist deutliches Interesse und Unterstützung für eine mögliche Entwicklung einer Zelle des Arnsberger Waldes zum Nationalpark vorhanden. Die an den Film anschließende Diskussion ergab sowohl Zustimmung zu einem "Ja bitte!" als auch den Wunsch die aktuelle Phase der Interessensbekundung bis Ende März 2024 zu nutzen um auch die Interessen derer hören zu können, die eine solche Entwicklung - noch - kritisch sehen und mit ihnen in Austausch zu gehen.

Wir sind überzeugt: Eine Nationalpark-Zelle im Arnsberger Wald wäre ein Glückstreffer für unsere Region und die Region HSK, von dem nicht nur die Natur, die heimischen BürgerInnen sondern auch die hiesigen Unternehmen sowie die Touristik-Gewerbe profitieren können: intakte Natur ist für viele Menschen ein Baustein für Erholung und Lebensqualität und lockt nicht nur wandernde Gäste, sondern auch gesuchte Fachkräfte in unsere Region.

 

 

19. Januar 2024

Forderung nach einem Natioinalparkgebiet im Arnsberger Wald bleibt bestehen

PRESSEMITTEILUNG

Nationalpark Arnsberger Wald bleibt aktuell


Wir Naturschutzverbände sind davon überzeugt, dass ein Nationalpark für die Natur und unsere Region wichtig ist. Deshalb bleiben wir dran und werden mit Veranstaltungen, Exkursionen und weiterer
Öffentlichkeitsarbeit für einen „Nationalpark Arnsberger Wald“ im landeseigenen Wald werben. Wir werden die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen und den Bürgerinnen
und Bürgern die Chance geben, ihre Meinung zu äußern.

Zwar haben die Kreistage in Meschede und Soest den Diskussionsprozess über eine eventuelle
Bewerbung mit den Stimmen von CDU und FDP im Dezember letzten Jahres vorzeitig beendet,
abgewürgt wurde damit aber nur das im letzten Jahr eingeleitete Bewerbungsverfahren der Landesregierung.

Nordrhein-Westfalen ist noch weit davon entfernt, die politisch gesteckten Ziele für natur-
belassene Wälder zu erfüllen: 5% der Waldfläche sollen sich unbeeinflusst von wirtschaft-
lichen Nutzungsinteressen entwickeln können,

- damit seltene und vom Aussterben bedrohte Arten alter Wälder überleben können,
- damit in diesen Wäldern natürliche Entwicklungen des Werdens und Vergehens
über Jahrzehnte und Jahrhunderte ungestört von Nutzungsinteressen des Men-
schen möglich sind,
- damit sich die vielen naturinteressierten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes
erfreuen und erholen können in einem Nationalpark, abseits - aber erreichbar - von
einer hektischen, dicht besiedelten und lauten Alltagswelt,
- damit wir in naturbelassenen Wäldern Umweltforschung und Umweltbildung ermög-
lichen, dringend notwendig angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise und der
weithin zurecht beklagten zunehmen Entfremdung weiter Teile der Bevölkerung von
ihrer natürlichen Umwelt und
- damit unsere Region mit einem Nationalpark die Aufwertung erfährt, die sie verdient.

CDU und FDP beider Kreistage wollten keinen Raum geben für gründliche Information und
ausführliche Diskussion. Bis März dieses Jahres wäre Zeit gewesen, sich zu informieren
über existierende Nationalparke, Erfahrungen von Bürgermeistern aus deren Umfeld, Er-
kenntnisse von Touristikern, Mitwirkungsmöglichkeiten der Kommunen im Umfeld des Ei-
fel-Nationalparks, Umgang mit Jagd und Borkenkäfer. Viele der vorgetragenen Gegenar-
gumente waren falsch oder übertrieben. Über berechtigte Fragen und Bedenken hätten
wir Naturschutzvereine gerne diskutiert, gerne hätten wir auch an Diskussionsveranstal-
tungen mit externen Experten und Politikern mit „Nationalparkerfahrung“ mitgewirkt.
Mindestens als wenig engagiert muss man das Agieren der Landesregierung bewerten.
Niemand aus Düsseldorf ließ sich hier vor Ort blicken, um bei den eigenen Leuten wenigs-
tens für einen gründlichen und fairen Diskussionsprozess zu werben. Im Übrigen war das
Bewerbungsverfahren zeitlich viel zu eng und völlig einseitig ausschließlich auf die Kreis-
tage zugeschnitten.

Der angestrebte Nationalpark ist eingebettet in den existierenden, viel größeren und wirt-
schaftlich genutzten „Naturpark Arnsberger Wald“. Wir werden uns auch dort einsetzen für
mehr Natur und für mehr naturbelassene Wälder! Er erstreckt sich als größte zusammen-
hängende Waldlandschaft in NRW von Arnsberg-Voßwinkel im Westen, Rüthen im Osten,
von der Ruhr im Süden bis zur Haar im Norden. Damit ist er mit seiner zentralen Lage in
NRW ein unverzichtbarer Baustein im landesweiten Biotopverbund.


14. Dezember 2023

Findungsphase für den Nationalpark Arnsberger Wald voreilig abgewürgt

 

Die voreiligen Entscheidungen beider Kreistage SO und HSK zum Thema "Findungsprozess Nationalpark Arnsberger Wald" liegen nun vor.   Der BUND und die Naturschutzverbände der Interessensgemeinschaft "Nationalpark Arnsberger Wald: JA bitte!" sind sich einig: für uns ist das Thema NP weiter auf der Tagesordnung, weil die Notwendigkeit und Verplichtung für nutzungsfreie Wälder bleibt a) aufgrund des massiven Artensterbens (46% aller Arten in NRW gelten als bedroht oder ausgestorben) und b) aufgrund der nationalen Biodiversitätsstrategie und des internationalen Kunming-Montreal Abkommens, die unser Land in die Pflicht nehmen mindestens 5% der Landesfläche aus der Nutzung zu nehmen, naturnah zu belassen oder zu entwickeln.   Wir kritisieren scharf das Verhalten der Mehrheitsfraktionen im HSK und in Soest: mit vorschnellen Beschlüssen wurde direkt zu Beginn des Findungsprozesses die Diskussion und Information abgewürgt. Es fehlten dadurch Möglichkeiten und die Zeit die unterschiedlichen Haltungen und Bedürfnisse aller Interessensgruppen fachlich korrekt abzuwägen und womöglich sogar in Einklang zu bringen. Wir sehen unsere Region einer wertvollen Chance voreilig beraubt.   Wir werden weiter in der Öffentlichkeit für einen NP und für nutzungsfreie Wälder im Arnsberger Wald werben.  

Auf die Frage, ob wir wie in Paderborn einen Bürgerentscheid anstreben, sind wir uns einig: selbstverständlich werden wir auch das prüfen.

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1. November 2023

Ja! zum Nationalpark Arnsberger Wald zum Vorteil unserer Region

Der Arnsberger Wald hat einen sehr hohen Wert für unsere Region und dient in vielfältiger Weise zur Trinkwassergewinnung, als CO2-Speicher gegen den Klimawandel, als Lebensraum seltener und gefährdeter Tierarten wie z.B. der Wildkatze, als Erholungsgebiet für uns Menschen. Auch sein wirtschaftlicher Nutzen zur Energiegewinnung und im Tourismus ist von Bedeutung und lässt sich mit einem Nationalpark in Einklang bringen.


Aus dem Gesamtgelände des bestehenden Naturparkes Arnsberger Wald kann diese arten- und strukturreiche Zelle zum Nationalpark werden

 

 

Alles spricht für einen Nationalpark im Herzen Westfalens!

Der Nationalpark Eifel hat sich als großer Erfolg erwiesen, ein Nationalpark Arnsberger Wald hat das Potential es auch zu werden!

Mit der Ausweisung als Nationalpark bekäme die Natur Vorrang, könnte sich frei entfalten. Tiere und Pflanzen, die in Wirtschaftswäldern kaum geeignete Lebensräume finden, würden dauerhaft vor demAussterben geschützt. Es entstünden artenreiche, abwechslungsreiche, spannende Wälder, hoch attraktiv für viele Erholungssuchende.

Die bereitstehende Waldfläche ist seit Jahrzehnten bereits Naturschutzgebiet und weit überwiegendauch europäisches Schutzgebiet und steht damit für andere Nutzungen nicht zur Verfügung. Dies bedeutet: Die Ausweisung als Nationalpark wäre kein zusätzliches Hindernis für die Ausweisung von Siedlungs- oder Gewerbegebieten, wäre kein zusätzliches Hindernis für die Energiewende, kein zusätzliches Hindernis für künftige Infrastrukturprojekte!

Selbst die forstwirtschaftlichen Effekte wären gering: Denn die ehemaligen, forstwirtschaftlich bedeutenden Fichtenwälder sind den Dürrejahren zum Opfer gefallen.

Befürchtungen, ein Nationalpark könnte zu schwerwiegenden Wildschäden im Umfeld führen, erscheinen uns unbegründet: Ein entsprechendes Wildmanagement wird dies verhindern, so wie es das Landesnaturschutzgesetz in § 36 Absatz 1 auch fordert.

 Bestens geeignet

Diese 6.500 Hektar große, landeseigene Waldfläche erfüllt die Voraussetzungen des § 24 Bundesnaturschutzgesetz für eine Ausweisung als Nationalpark. Sie ist weitgehend unzerschnitten, es ist bereits seit langem als Naturschutzgebiet ausgewiesen und es ist weit überwiegend auch als FFH-Gebiet Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Es kann in einen Zustand entwickelt werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet.

Fichtenforste nahmen bis vor wenigen Jahren größere Teile des Gebietes ein. Sie sind infolge der Dürrejahre großflächig abgestorben. Auf diesen Flächen besteht nun die Chance einer natürlichen Wiederbewaldung hin zu artenreichen Laub- und Laubmischwäldern aus heimischen Baumarten. Von Buchen und Eichen geprägte Altholzbestände sind teilweise bereits als Wildnisgebiete ausgewiesen und aus der Nutzung genommen. Hier und in den übrigen Altholzbeständen können sich die besonders artenreichen und von spezialisierten Tieren und Pflanzen bewohnten Altholzbestände und Bestände der sog. Zerfallsphase entwickeln. Ein großer Teil der Bachauen wird schon heute faktisch nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

Ein vielgestaltiger Wald ganz unterschiedlicher Altersstadien, mit zunehmendem Totholzanteil, durchzogen von zahllosen Bächen, die aus Quellsümpfen entspringen, begleitet von vielen kleinen Mooren: Aus dem bereits Vorhandenen würde sich eine großartige Waldlandschaft entwickeln, Lebensraum für viele heute selten gewordene Arten. Stellvertretend für diese Lebensgemeinschaft stehen Arten wie die Wildkatze, der Grauspecht, der Schwarzstorch, der Schwarze Grubenlaufkäfer, zahllose seltene Pflanzenarten insbesondere der Moore und feuchten Bachauen.

Das o.g. Gebiet kann nahezu vollständig aus der Nutzung genommen werden. Bereiche, die aus natur-schutzfachlicher Sicht einer wiederkehrenden Pflege oder einer entsprechend schonenden Nutzung  bedürfen – sog. Pflegezonen – sind nur in sehr begrenztem Umfang erforderlich. Dem Grundgedanken eines Nationalparks – „Natur Natur sein lassen“ – kann daher sehr weitgehend gefolgt werden.

 Eingebettet in einen großen Naturpark

Der Nationalpark Arnsberger Wald wäre eingebettet in eine großräumige, kaum zerschnittene Waldlandschaft, in der weitere Teilflächen schon heute als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Diese Waldlandschaft bildet den Naturpark Arnsberger Wald mit einer Gesamtfläche von 59.900 ha. Mehr als zwei Drittel dieser Fläche ist in staatlichem oder kommunalem Besitz. Ein 6.500 Hektar großer Nationalpark im Zentrum würde den Naturpark wesentlich aufwerten und bundesweit bekannter machen.

 Aus Verantwortung für den Erhalt der Natur

Die im Jahr 2007 von der Bundesregierung beschlossene Nationale Biodiversitätsstrategie betont die Bedeutung nutzungsfreier, der natürlichen Entwicklung überlassener Wälder für den Erhalt unseres Naturerbes. Sie fordert, 5 % der deutschen Waldfläche für eine natürliche Entwicklung ohne Nutzung vorzusehen. Die Biodiversitätsstrategie NRW aus dem Jahr 2015 zählt ein Netz von Schutzgebieten zu ihren Leitzielen, wo Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik ungestört ablaufen (Prozessschutz). Dafür soll der Waldflächenanteil mit natürlicher Waldentwicklung auf 5% angehoben werden. Aktuell sind erst ca. 1,9% der nordrhein-westfälischen Waldfläche dauerhaft aus der Nutzung genommen. Ein Nationalpark Arnsberger Wald wäre ein bedeutsamer Schritt, um dem politisch beschlossenen Ziel der Biodiversitätsförderung auf Bundes- und Landesebene näher zu kommen.

Im Dezember 2022 haben sich 200 Staaten – unter ihnen Deutschland – im „Kunming-Montreal-Abkommen“ verpflichtet, 30% der Landschaft und der Meere als Schutzgebiete auszuweisen, um das weltweite Massenaussterben von Arten zu stoppen. Neben naturverträglichen Nutzungsformen müssen auch nutzungsfreie Gebiete dauerhaft gesichert werden, in denen sich die Natur frei entwickeln kann. Dieses Abkommen erfordert es, die Nationale Biodiversitätsstrategie aus dem Jahr 2007 fortzuschreiben. Ein Nationalpark Arnsberger Wald ist ein wichtiger und notwendiger Beitrag unseres Bundeslandes zum Erreichen auch internationaler Verpflichtungen Deutschlands.

Ein Geschenk an die Menschen in unserer Region

Ein Nationalpark Arnsberger Wald wäre nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der heimischen Natur, es wäre auch ein Geschenk an die Menschen hier in der Region und darüber hinaus. Erholung in der Natur bedeutet für viele Menschen Lebensqualität. Studien belegen die positiven gesundheitlichen Wirkungen intakter Landschaften und Naturgebiete. Die Nachfrage nach Natur ist groß. Die vielfältigen positiven Reaktionen von Wanderern auf Naturschutzmaßnahmen im Arnsberger Wald – z.B. die Renaturierung von Bächen und das „Entfichten“ der Talauen – sind ein Beleg hierfür.
Nationalparke sollen auch dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen, so fordert es das Bundesnaturschutzgesetz. Mit der Einrichtung eines Nationalparks Arnsberger Wald würden Wanderwege verbessert und aufgewertet, sorgfältig abgestimmt auf das Schutzbedürfnis der Natur. Alle 16 Nationalparke in Deutschland verfügen über mindestens ein attraktives Informationszentrum und sog. Nationalparktore. Solche Einrichtungen würden auch im Nationalpark Arnsberger Wald geschaffen und die Attraktivität der Region erhöhen. Eingebettet in ein kluges nachhaltiges touristisches Konzept bietet sich auch eine Chance, einige durch Tagestourismus ausgelöste Probleme am Möhnesee zu mildern.

Ökonomisch ein Gewinn

Ökonomisch sind die Nationalparke in Deutschland ein Gewinn für die jeweiligen Regionen. Wir sind sicher, dass dies auch für einen Nationalpark Arnsberger Wald gelten würde. Profitieren würden Gastronomie, Hotellerie und kulturelle Einrichtungen wie Museen in den umliegenden „Nationalparkgemeinden“.

Holzwirtschaftlich erscheinen uns die Auswirkungen eines Nutzungsverzichts auf der landeseigenen Nationalparkfläche als sehr begrenzt: Die einstigen holzwirtschaftlich bedeutsamen Fichtenforste existieren nicht mehr, eine Neubegründung schnell wachsender, holzwirtschaftlich möglicherweise interessanter Wälder ist im existierenden Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet bereits heute untersagt. Die positiven regionalwirtschaftlichen Effekte dürften die begrenzten holzwirtschaftlichen Effekte sehr deutlich übertreffen.

 Mitten in Westfalen

Kein anderer der aktuellen Kandidaten für einen zweiten NRW-Nationalpark bietet eine vergleichbar günstige Lage: Mitten in Westfalen und nah bei den Menschen.

 Kein Hindernis für die Energiewende

Der für den Klimaschutz erforderliche Umbau der Energieversorgung wird auch für den Naturpark Arnsberger Wald durch den Bau von Windkraftanlagen Beeinträchtigungen mit sich bringen. Die Naturschutzverbände fordern schon seit langem eine räumliche Planung, die den großen Wert des Naturparks für Mensch und Natur berücksichtigt und die Belastungen auf das unabweisbar Nötige begrenzt. Wir betonen in diesem Zusammenhang, dass ein Nationalpark Arnsberger Wald kein Instrument zur Abwehr von Windkraft ist. Dies ist er schon deshalb nicht, weil die potentielle Nationalparkfläche als weit überwiegend ausgewiesenes Naturschutzgebiet und europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) schon heute für Windkraft nicht zur Verfügung steht.

 Mitmachen!

Wir rufen alle interessierten Organisationen und Personen auf, sich unserem Appell anzuschließen.

Bad Sassendorf, Marsberg, Arnsberg, Warstein, Möhnesee, Soest, 03.12.2023

Den Appell Ja! zum Nationalpark Arnsberger Wald können Sie hier herunterladen und sehr gerne weiterleiten und verteilen. Unterstützen Sie diese wertvolle Entwicklung!

2023-12-03_Nationalpark_zweiter-Appell.pdf

22. April 2023

Klimaschutz-Exkursion


Quellmoore im Arnsberger Wald sind Klimaschützer hoher Güte und der Ursprung unserer Trinkwasser-Versorgung:

Komm, wir schützen sie!

Die BUND Exkursion zu den Quellmooren der Deutmecke und der Romecke am Samstag, 22.04.2023  unter der Leitung von Dipl-Geograf Ulrich Cordes zeigte bisher wenig bekannte Areale hochwirksamer Klimaschutz-Quellmoore. Darüber hinaus sind sie der Ursprung unseres Trinkwassers, das wir bequem aus unseren Wasserhähnen zapfen.

Im Arnsberger Wald existieren hunderte kleinflächige Quellmoore - bislang wenig beachtet und dennoch stetig hoch hochwirksam im Klimaschutz.
Insbesondere auf dem Hauptkamm des Arnsberger Waldes zwischen 400 und 500 Metern, aber auch schon unter 400 Meter sind im Bereich der zahlreichen Bachsiepen an der Nordabdachung des Arnsberger Waldes im Quellbereich Vermoorungen zu erkennen.

Südlich von Allagen ist dies im Schwarzen Bruch der Fall, dem Quellbereich der Deutmecke. Es handelt sich bei diesen Mooren nicht um die in der Öffentlichkeit bekannten Hochmoore, die ausschließlich vom Regenwasser gespeist werden, sondern um Niedermoore, die in den wasserzügigen Quellregionen der Bäche natürlich von Grundwasser bzw. austretendem Quellwasser gespeist werden. Dieses Wasser wird zu unserem lokalen Trinkwasser.

Diese Moore werden vor allem von Torfmoosen aufgebaut, von denen es im Arnsberger Wald 19 verschiedene Arten gibt. Die Torfmoose binden das CO2 aus der Luft und durch die in wassergesättigten Mooren typischen anaeroben Bedingungen wird das CO2 langfristig gebunden.
Daher stellen diese Quellmoore sehr wichtige Bausteine für den Klimaschutz dar
und zeugen von der naturschutzfachlich hochgradig wertvollen Biotopausstattung des Arnsberger Waldes.

Natürliche intakte Moore ziehen beträchtliche Mengen des Treibhausgases CO2 aus der Atmosphäre, die sie als Kohlenstoff im Torfboden speichern - solange sie intakt sind. Werden sie jedoch zerstört oder fallen sie trocken, setzen sie große Mengen an CO2 frei - und belasten das Klima zusätzlich anstatt es zu schützen.

Die Quellmoore sind lt. Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich geschützt.

Darüber hinaus sind sie u.a. wichtige Nahrungshabitate wie z.B. für die Wildkatze, den Schwarzstorch und viele weitere Arten, die auf dieses intakte Lebensumfeld angewiesen sind.

Die Exkursionsteilnehmerinnen erkannten die hohe Bedeutsamkeit dieses Lebensraumes für das Trinkwasser der Menschen, den Klimaschutz und für weitere Arten wie Wildkatze und Schwarzstorch. Sie spendeten zum Abschluss der Exkursion für Moor-Wiedervernässungsprojekte insgesamt 137,50€.

Weitere Exkursionen dieser Art werden folgen mit dem Schwerpunkten Deutmecke, Lörmecketal und Torfmoose. Termine werden hier veröffentlicht. Interessenten können sich vormerken lassen unter bund.soest@bund.net.

Quelle Grafiken: Mooratlas 2023, Eimermacher/stockmarpluswalter, CC BY 4.0

Aktuelle Termine für Kräuterführungen und Kräuterworkshops

Unsere BUND-zertifizierte Kräuterfachfrau Ulrike Schulte-Overbeck führt auf ihren interessanten Kräuterspaziergängen ein in die vielfältige wunderbare Welt unserer heimischen Heil- und Gewürzkräuter. Sie stehen oft unentdeckt am Wegesrand und sind doch so wertvoll.

In ihren Kräuter-Workshops leitet Ulrike die Verwendung und Verarbeitung der Kräuter praktisch an. Hergestellt werden Cremes, Salben, aber auch Koch-und Backrezepte werden gezeigt.

Kräuterspaziergänge finden statt am Samstag, 12.08., 26.08., 23.09. und 07.10.23 jeweils von 16 bis 18 Uhr.

Kräuter-Workshops sind am Samstag, 09.09. 23 und Samstag 21.10.23 auch
jeweils 16 bis 18 Uhr. Dort dreht sich alles um die Verwendung der Kräuter in Küche und für das Wohlbefinden.

Anmeldungen bitte an: ulrike_schulte-overbeck@web.de oder bund-soest-welver@bund.net

Der Veranstaltungsort wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Draußen-Schule in der Naturoase: der BUND-Naturgarten mit Freiluftklassenzimmer lädt zum Unterricht unter freiem Himmel ein

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

Sie möchten mit Ihrer Klasse den Unterricht mal ganz praktisch gestalten?
Sehr gern: unser naturnaher Garten in der Soester Innenstadt am Kulturhaus Alter Schlachthof bietet Artenvielfalt in Flora und Fauna. Sie könne ihn für Ihren Unterricht nutzen oder auch eines unserer Umweltbildungsprogramme buchen. Bringen Sie 90 bis 120 Minuten Zeit mit und Ihre Klasse taucht ein in die bewusst kultivierte "Wildheit" unserer Naturoase:

Zur Verfügung stehen ua die Themen:
Spannende, heimische Unterwasserwelt: wer lebt und was wächst im Naturteich? Es gibt bekannte und unbekannte, atemberaubend schöne und gruselige, geschützte, aber auch gefährdete Tiere und Pflanzen. Wir erforschen Sie am Teich und unter dem Mikroskop.

Wir schützen Wildbienen: Kennt Ihr die Schneckenhausbiene oder die Mohnblattschneiderbiene? 560 Wildbienenarten in Deutschland wollen entdeckt und geschützt werden. Wie leben sie eigenlich? Und reicht es Ihnen ein Wildbienenhotel zu bauen um sie zu schützen?

Zauberkraut und Kräutertrank: wunderschön blüht und duftet unsere Naturoase und viele Pflanzen sind Heilkräuter, die mit ihrer magischen Wirkung uns helfen können gesund zu werden. Viele Kräuter schmecken auch sehr gut, z.B. auf der Pizza oder im Salat. Blühen sie, dann sind sie Bienennahrung. Und es gibt sogar Wasserkräuter, die gut schmecken und heilen. Wir tauchen ein in die Welt der Kräuter.

Plastikfrei: ich bin dabei!
Wie vermeide ich es Plastik zu kaufen als Verpackung oder als Plastikgegenstand? Denn wir wissen inzwischen wieviel Plastik im Meer schwimmt - wo es gar nicht hingehört - zu Mikroplastik wird und die Meerestiere gefährdet. Also erfahren wir in der Naturoase wie man den Alltag plastikfrei gestalten kann.

Wir wollen die Klimakrise stoppen!
Was kann man als Schülerin und Schüler tun, um die Klimakrise zu stoppen? Und wie steht es aktuell eigentlich genau ums Klima? Wir sprechen darüber, wie die Klimakrise entstanden ist und welche Maßnahmen helfen können sie zu besiegen.

Zur Termin- und inhaltlichen Absprache melden Sie sich gern per Mail an: sabine.schumacher@bund.net

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 



Du möchtest mitmachen? Die BUND Aktiven treffen sich am 2. Mittwoch des Monats um 18 Uhr im BUNDzentrum (ehemals Raum R3) im Kulturhaus Alter Schlachthof. Komm einfach vorbei!

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